Geniesser-Berichte
24 April 2012 / 10:26
Limburgs Zwaarste am 21.4.2012

Statt einen langen Trainingslauf zu machen, entschloss ich mich, beim Limburgs Zwaarste die 60 Km zu laufen.

Obwohl die Strecke von meiner letzten Teilnahme im wesentlichen bekannt war hat Willem einige Variationen und Änderungen eingebaut, die für Abwechslung und neue Eindrücke sorgten.
So vielfältig die Strecke, so wechselhaft das Wetter.
Meist trocken und teils sonnig, gab es ein paar kurze erfrischende Regenschauer, die die Trailpassagen schön weich hielten.
Ich war recht flott unterwegs und das machte sich auf den letzten 10 Km bemerkbar. Besonders aufmunternd ist es dann, wenn man nach 58 Km ein beruhigendes Schild “nur noch 3 Km” sieht - die Strecke war halt doch etwas länger als der Nennwert :-)

Im Hinblick auf den Saar-Hunsrücksteig bin ich Sonnatgs nochmal eine 10-Meilen-Runde getrabt. Das klappte zwar gut, machte aber müde.

Stefan Vilvo

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20 April 2012 / 11:14
Früher war alles besser

… denn früher liefen wir an Wochenenden regelmäßig unsere langen Einheiten. Damit waren wir jederzeit gerüstet für einen Marathon. Manches Mal liefen wir aus Spaß am Laufen mal eben einen Fünfziger. Stand ein Marathon als Wettkampf an, mussten wir eigentlich nicht mehr viel tun. Wir waren eh fit. Etwas Tempohärte trainieren und ab ging die Post …

Okay, früher war natürlich nicht alles besser. Training ist Training und Wettkampf ist Wettkampf. Spürt man beides nicht, hat man sich geschont. Und überhaupt, auch früher war nicht alles easy und die letzten Kilometer eines Marathons nicht das pure Vergnügen. Wir liefen die nicht “wie nix”.

Tatsache bleibt aber: Früher lief ich nahezu im Wochentakt meine 30er. Damit hatte ich tatsächlich eine recht breite Basis, auf der ich das Marathontraining aufbauen konnte. So wollte ich das auch dieses Jahr machen. Da aber für die beiden im ersten Halbjahr geplanten Starts (Bonn-Marathon und SH-Supertrail) Zusammenlaufen mit Ina auf dem Plan stand, glaubte ich, faul sein zu können. Dann fiel Ina wg. Problemen mit dem Piriformis Muskel und kurz darauf einer OP komplett aus - vor Mitte/Ende Mai wird sie kaum wieder antraben können. Damit war alles anders. Den SH-Supertrail hatten wir schon wg. der Muskelgeschichte gecancelt. Blieb für mich noch Bonn und die Möglichkeit, doch etwas schneller laufen zu können. Aber ohne “lange Läufe”? Wie soll das gehen? Ich schob noch schnell 2x 26,6km und 1x, 30,7km in die letzten 5 Wochen vor den Marathon. Groß reißen lässt sich damit nichts. Mehr als eine Beruhigungspille für das in früheren Jahren mit langen Läufen verwöhnte Gewissen waren diese Läufchen nicht. Klar, ich hätte mehr lange Kanten laufen können oder auch mal einen Doppeldecker. Aber von quasi 0 auf 35km? Nee, das wäre nix geworden. Daher bin ich dem Training der Wochen zuvor treu geblieben - wenn teils auch recht kurze (Arbeitswegläufe!), so doch viele Läufe und so letztlich doch überaus ansprechende Kilometerumfänge.

Ob ich damit gut ins Ziel komme? Eine wirklich spannende Frage. Früher wusste ich, wie sich die Kilometer jenseits der 30 anfühlen. Die waren nicht immer ein Vergnügen, aber da im Training oft gelaufen, konnten sie im Wettkampf nicht schrecken. Entsprechend wusste ich recht genau, wie ich die ersten 30km angehen konnte. Nun muss ich da “ohne” durch. Ich weiß natürlich, Ankommen geht immer (zur Not gehend!), aber ich will ja gut ankommen und eine halbwegs passable Zeit laufen. Das wird eine Gratwanderung. Nächste Woche mehr …

Tobias Lagemann

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5 März 2012 / 22:39
Nachtlauf 3.3.

Am Samstag stand die Siegerehrung des Rur-Eifel-Cup an, und damit sich der Weg doppelt lohnt, war die Idee, von Rurberg nach Düren zurückzulaufen. Ein Nachtlauf von rund 32 Km also.

Daß Heiko das interessieren würde war mir klar, und so waren es mit meinem Vater schon 3 Läufer. Heikos Vereinskamerad von der SG Düren 99 Noél Köthe sorgte dafür, daß die Dürener Fraktion der Laufgruppe sicher an den Start gelangte. Da es bis Nideggen-Rath nicht ganz so weit ist (ca. 20 Km) fiel es den Kameraden des TV Obermaubach leicht, sich der Gruppe anzuschließen, so daß wir mit Nicola und Gerd Kuckertz und Doris Peitz zu sechst gegen 23:15 starteten.

Durch Rurberg auf die Rursee-Marathon-Strecke, diese rückwärts bis hinter Woffelsbach, rauf nach Schmidt und über den Wildnistrail runter nach Zerkall. Da wir von dort gleich rauf nach Rath liefen baute ich vor Schmidt noch eine Navigationspanne in die sonst leicht zu findende Strecke ein, die uns wenige hundert Meter zur geplanten Route addierten.
Die holprigsten Passagen gingen bergauf oder steil bergab und wurden gegangen, sonst wurden feste Wege gewählt.
Über Üdingen und durch Winden an die Rur und auf kürzestem Weg zurück nach Düren hatte ich Heiko und Vater jeweils zu hause abgeliefert und kam auf 32,6 Km in 4:30, womit der Plan eines langen Laufes für diesen Sonntag erfüllt war.

Trockenes Wetter, recht milde Temperaturen und eine muntere Truppe.

Stefan Vilvo

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22 Januar 2012 / 15:39
NEU und KEU

Das Jahr begann mit einem sehr gelungenen Nord Eifel Ultra am 8.1., bei dem eine fitte und disziplinierte Gruppe zügig voran und bei Tageslicht ins Ziel kam. Der Tag war trocken, der Untergrund nass, aber man musste nasse Füße schon provozieren.
Ein schöner Start ins neue Sportjahr.

Beim 0211-keu, dem Kleinen Einladungs Ultra von Jochen Kruse am 21.1., gab es eine 9Km-Runde, die 5 mal gelaufen wurde.
Abwechslungsreich und zu einem Drittel Trail hatten wir richtig Glück mit dem Wetter. Der Boden aufgeweicht und Nieselregen - da wurden die Trails und etliche Wegpassagen zum Schlammloch. Die Füße bleiben nur wenige hundert Meter trocken, dann erreichte der Laufspaß schon das Optimum.
Das hat sich echt gelohnt:

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Von den 30 Startern liefen 16 die vollen 5 Runden, die, die nur 3 oder 4 Runden liefen, hatten freilich auch einen schönen Lauftag. Leider ausser einem - das Umknicken in seiner 2. Runde erwies sich als Knochenbruch und er musste das anschließende gesellige Beisammensein mit Gipsfuß bestreiten.

Stefan Vilvo

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25 Oktober 2011 / 12:20
Zeigt her eure Füße …

Später, als wir in Zeven saßen, und nach und nach die Durchläufer eintrudelten, etwas tranken und aßen, um dann weiter zu laufen, juckte es mir schon wieder in den Füßen. Am liebsten hätte ich mich umgezogen und wäre wieder gelaufen, zwar außerhalb der offiziellen Wertung, aber doch gelaufen. Bis zum Ziel in Lilienthal waren es doch auch nur noch 70km, wie Hauke so überaus treffend sagte, bevor er sich seinen Rucksack überzog und sich Richtung Ziel aufmachte. Bei wirklich tollem Lauffwetter, Sonnenschein, blauer Himmel und etwa 10 Grad, macht Laufen doch gleich noch viel, viel mehr Spaß.

Ich lief natürlich nicht weiter, denn noch immer taten mir beide Fersen weh. Zwar nicht mehr so sehr, wie in der Nacht, aber doch zu sehr, um damit laufen zu können und zu wollen. Denn, nein, es ist eben nicht so, dass man, wie Steffen sagte, durch so etwas durch muss. Aber mal der Reihe nach …

Nach dem leicht verzögertem Start um 22:05 des Hanse100 100-Meilen Laufes liefen wir als große Gruppe aus Hamburg heraus. Carsten, der Organisator des Laufes, wollte so verhindern, dass wir uns gleich zu Beginn verliefen. Und, ja, es war nicht einfach, die Hinweisschilder zum Hanseradweg zu erkennen. Nach etwa einer Stunde teilten wir uns dann doch, die “schnelleren” Läufer zogen davon und verliefen sich - trotz eines mitlaufenden Hamburgers - prompt, so dass es dann doch die langsameren waren, die den ersten Verpflegungspunkt nach 14,1km als “Spitzengruppe” erreichten. Bis dahin lief es bei mir prima. Das Tempo passte und trotz der Kälte hatte ich noch warme Hände und Füße. Ich trank Wasser und aß ein paar Kekse, verabschiedete mich von meiner Freundin Ina, die mit dem Wagen zur Verpflegungsstelle gefahren war, und folgte zusammen mit einigen anderen einer etwa drei Minuten vor uns los gelaufenen Gruppe … und prompt verliefen wir uns. Okay, nicht weiter schlimm, also zurück zum letzten Hinweisschild, wieder auf die Strecke einfädeln und … kurz danach verliefen wir uns wieder. Aber auch das war nicht schlimm. Bei einem so langen Lauf kommt es nicht auf fünf Minuten an. Als dann einer aus der Gruppe sein GPS einschaltete, war es auch mit dem Verlaufen vorbei. Zwar gab es an mancher Weggabelung noch kurze Halts, um auch ganz sicher zu gehen, ob es nun geradeaus oder halb links geht, aber, okay, mit so etwas muss man bei Fernläufen, auf der nicht jeder Meter markiert ist, rechnen.

Nicht gerechnet hatte ich mit etwas anderem - zwar reagieren meine Fersen recht empfindlich auf nass-kaltes Wetter, aber dass sie bei der trockenen Kälte, die in der Nacht von Freitag auf Samstag herrschte, nach gerade mal 20km anfingen zu zwicken, war eine böse Überraschung. Ich hoffte, dass ein Schuhwechsel helfen würde. Ich war in sehr bequemen und gut eingelaufenen Schuhen losgelaufen, aber sie waren auch recht hart. Ich wollte sie gegen ein weicheres Paar tauschen, das sich im Wagen befand. Als ich den endlich erreichte, taten mir jedoch die Fersen nicht mehr bloß weh, sie schmerzten. Da half auch die professionelle Massage meiner Freundin Ina nicht mehr. Nach gerade mal 5:15h stieg ich aus dem Rennen aus und wir fuhren zur Zwischenstation nach Zeven. Das war um so schmerzhafter, als das es sonst gerade richtig, richtig gut lief. Bis auf meine Fersen fühlte ich mich super … :-(

Woran es lag? Vielleicht an dem gerade zu Anfang sehr unregelmäßigen Tempo in der Großgruppe, den häufigen Geh- und Stehpausen bei Straßenüberquerungen in Hamburg, dem kurzschrittigen Hin und Her beim Orientieren, den Passagen mit sehr naturnahen - sprich: unebenen - Wegen, möglicherweise lag es auch an den niedrigen Temperaturen und an dem gerade bei Nacht anderem Abrollverhalten, und sicherlich hat mir auch die Stunde, die wir vor dem Start herumstanden, nicht gut getan. Aber das sind alles nur Mumaßungen. Nur eines ist sicher - (m)ein Schwachpunkt sind meine Fersen. Und auch wenn ich schon am Sonntag wieder völlig schmerzfrei war, meine Fersen wird sich ein Arzt ansehen müssen.

Und damit hat mein “Wettkampfjahr” (*hüstel*) ein Ende. Jetzt geht es in die Winterpause, in der natürlich auch gelaufen/trainiert wird.

Tobias Lagemann

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