Für Lisa
Kurz nachdem mein erstes Karnevalslied fertig war, erfuhr ich aus der Tageszeitung vom Schicksal der kleinen Lisa und irgendwie wußte ich auf einmal, was ich zu tun hatte.

Die 11-jährige Lisa aus Wegberg leidet nämlich an MDS, einer seltenen Knochenmarkerkrankung, die zu einer unheilbaren Leukämie führt und nur eine Stammzelltransplantation kann ihr Leben retten. In mehreren, sehr kostspieligen, Typisierungsaktionen (je Spender 50 Euro) wurde bei reger Beteiligung der Bevölkerung (mehr als 9000 neue Registrierungen!!!) für Lisa nach einem geeigneten Spender gesucht und auf vielen Benefizveranstaltungen um Spenden für die notwendigen Typisierungen gebeten.
Auf der (vorerst letzten) Benefizveranstaltung "Jeck für ne jute Zweck" war ich dann auch zum allerersten Mal dabei und ich weiß jetzt, daß das, was ich tue, wirklich für einen sehr guten Zweck ist. Deshalb werde ich in diesem Sinne weiterhin "Jeck für ne jute Zweck" sein und hoffe, daß Ihr mich dabei nicht alleine laßt!!

Gottseidank hat Lisa inzwischen einen geeigneten Spender gefunden, obwohl dieser nicht bei den mehreren tausend Typisierungen dabei war, sondern von der DKMS für Lisa ausfindig gemacht wurde.
Zur Zeit wird Lisa in einer Spezialklinik in Essen auf die Transplantation vorbereitet und muß jetzt sehr, sehr tapfer sein, weil man Ihr unheimlich viel abverlangen und zumuten wird. Vor ein paar Tagen habe ich mit Ihrem Vater telefoniert und Ihr in unser aller Namen alles, alles Gute und viel Erfolg gewünscht.

In der WDR-Lokalzeit vom 30.12.2005 wurde über Lisa berichtet und mit Lisas Mutter ein Interview geführt.
Bemerkenswert und sehr erfreulich bei der Spendersuche für Lisa war, daß von den mehreren tausend Typisierungen der Spieler Peer Kluge von Borussia Mönchengladbach als Spender für einen anderen Leukämiekranken zum Lebensretter werden kann. Und wer weiß, ... vielleicht ist von den vielen Neuregistrierungen noch so macher andere Lebensretter dabei????

Nachstehend ein (leicht abgewandelter) Auszug aus meinem Brief an Lisa:

Hallo Lisa,
Ich habe heute morgen erstmalig über Deine Erkrankung in meiner Tageszeitung gelesen und möchte Dir zunächst einmal die Daumen drücken, daß alles gut bei Dir verläuft und Du bald einen geeigneten Spender findest.

Dann solltes Du über mich wissen, daß ich 53 Jahre alt bin und seit fast 2 Jahren ebenfalls Leukämie (CML) habe. Für mich war das damals ein großer Schock und man konnte mir zu dem Zeitpunkt keine genauen Prognosen geben. Ich weiß also sehr wohl, was Du momentan durchmachen mußt. Seit dieser Zeit bekomme ich Medikamente und jede 2. Woche eine subkutane Chemotherapie. Meine Blutwerte konnten sich Gottseidank wieder auf einen normalen Wert stabilisieren aber natürlich weiß keiner, ob und wie lange dieser Zustand anhalten wird, so daß ich immer wieder damit rechnen muß, irgendwann vielleicht auch auf einen Spender angewiesen zu sein.

Doch nun zu meinem eigentlichen Anliegen:
Um aus der depressiven Phase schnellstmöglich herauszukommen habe ich mir zunächst einmal eine deutlich positivere Einstellung zu meinem Leben zugelegt. Die alltäglichen, kleinen Sorgen und Bagatellen beschäftigen einen nämlich viel zu sehr und man kann seine Zeit mit wirklich schönen Dingen nutzen. So fing ich also an, Klavierunterricht zu nehmen. Da eine sehr gute Freundin von mir Anfang diesen Jahres ihren 50. Geburtstag feierte und sie ein ausgesprochener "Karnevalsjeck" ist, hatte ich für Sie ein Karnevalslied komponiert, das an diesem Abend sehr gut angekommen ist.

Daraus wurde nun eine CD, von der ich Dir eine kurze Demo als Anlage beifüge. Wenn Dir, Euch dieses Lied gefällt, würde ich es gerne am 18.11.2005 in Wassenberg für Dich singen.

Ich wünsche Dir alles Gute!

zurück zum Anfang

zurück zur Übersicht


© Jürgen Pusch