Kommentare
14.03.2017

"Die Zahl der tödlichen Hausunfälle wächst seit 2007"
Ja, wen wundert denn das?
Wenn man die Leute seitdem in immer mehr Bundesländern dazu genötigt hat, mehrmals im Jahr auf Leitern und Stühlen herumzuturnen, um Rauchmelder zu prüfen, deren Batterien zu wechseln und Fehlalarme abzuschalten, kann die damit erzeugte Verletzungsgefahr eben schnell den gewünschten Effekt ad absurdum führen.
Bei 41 Millionen Haushalten und nur 1 Rauchmelder Pro Haushalt sind das schon rund 41 Millionen erzwungene Gelegenheiten zu tödlichen Stürzen jährlich. Ob das bei gerade mal 400 möglicherweise vermeidbaren Todesfällen pro Jahr noch dem rechtsstaatlichen Prinzip der Verhältnismäßigkeit entspricht, könnte man bei einer Rate von mehr als 1:100.000 beweifeln.
Eine Empfehlung sollte hier reichen.
(www.focus.de/immobilien/wohnen/unfaelle-gefaehrliches-heim-toedliche-unfaelle-im-haushalt-nehmen-zu_id_6602392.html)


25.08.2016

Hab' mal die nach Personen benannten Straßennamen oberflächlich(!) statistifiziert.
Eingeordnet habe ich*:
43 im Bereich Wissenschaft/Lehre/Schulen
40 Geistliche/Heilige
34 Kunst/Kultur
28 Industrielle/Erfinder/Unternehmer
7 Militär
3 Bürger
3 Sportler
1 Dürener Original
Apropos: Wikipedia nennt 17 Dürener Originale (wobei ich persönlich Vosen nicht gelten lasse, weil dessen "Originalität" m.E. hauptsächlich auf selbstdarstellerischer Ausübung normaler Amtsgeschäfte beruht)
Ach ja - eine Rubrik fehlt ja noch:
48(!) Politiker
*einige kämen für mehrere Kategorien in frage, sind aber nach meinem Gusto einer einzigen zugeordnet

( Wikipedia - Liste der Straßen in Düren
Wikipedia - Dürener Originale )


17.03.2016

Wo Blümchen sich gerade in Idomeni gewundert hat, wie die Leute es dort aushalten: manchem ist eben das eigene 3-Mann-Zelt im Schlamm lieber als ein solides, warmes Zimmer für 15 Leute - suggeriert zumindest der heute rezensierte Titel.

Vilvos Literaturkritik

Der Sammelband "Amtsblatt Nr. 05/2016" des Autors Gemeinde Niederzier öffnet mit dem Essay "Erneuter Brand in einem Niederzierer Flüchtlingsheim" (Seite 3/4), das in einer Zeit grösserer Flüchtlingsströme angesiedelt ist. Es spielt in einer Flüchtlingsunterkunft in der Unzufriedenheiten der Bewohner in einem Feuer zum Ausdruck kommen.

Das große Manko dieses mit hohem Anspruch begonnenen Werkes ist, daß den Autor auf halbem Wege die Inspiration ausgeht und die unzureichende Auseinandersetzung mit dem Thema samt striktem Bezug auf ein Einzelereignis ein eindimensionales Bild zeichnet, das keine Neugier im Leser weckt.

Aber nicht nur dem Hintergrund der Geschichte fehlt es an Leben, auch die Charaktere sind unzureichend herausgearbeitet.

So bleibt die Figur der Gemeinde völlig farblos und versteckt sich eher passiv hinter Gesetzen. Kein "Auch wenn das Gesetz es so vorsieht, lassen wir uns als Gemeinde nicht auf der Nase herumtanzen und senden Personen, die sich derart unangemessen benehmen, zurück" oder "Gesetze, schön und gut, aber verarschen lassen is nich", das einen Spannungsbogen erzeugen könnte, kein "Während das Bewohnen des Objektes nach unseren Standards aufgrund der Raucheinwirkung zwar als unzumutbar eingestuft werden würde, tragen wir den durch die nicht abgesprochenen Änderungen an der Einrichtung zum Ausdruck gebrachten Ansichten über die Wohnraumgestaltung dennoch Rechnung, verzichten auf eine allzu strenge Auslegung der Richtlinien und erlauben als tolerante, weltoffene Gemeinde den Verbleib der Bewohner in besagtem Objekt" das den Leser fesseln könnte.

Es wird einerseits das einseitige Bild des "unverschämten Flüchtlings" gezeichnet, da die Ursachen der Unzufriedenheiten nicht ergründet werden. Andererseits wird der Eindruck der "unfähigen Politik" verstärkt. Es wird letztlich nur polarisiert, der Story fehlt eine Auflösung.
Am Ende bleiben alle ratlos zurück:
Eine Gemeinde, die sich von Flüchtlingen verarscht und der Regierung im Stich gelassen fühlt.
Flüchtlinge, die die Realität nicht in Enklang mit ihren Hoffnungen bringen können (zu denen sie möglicherweise verleitet worden sind?).
Und natürlich der Leser.

Fazit:
Das Werk schöpft das Potenzial des Sujets nicht einmal ansatzweise aus, die Figuren sind praktisch nicht ausgearbeitet, es fehlt an Handlung und die Darstellung der Szenerie ist unausgewogen.


27.02.2016

Bevor morgen regierungsfreundlich die heile Welt des Stadtlaufes von den Schandtaten der Politiker ablenkt, arbeite ich heute nochmal an der Verbesserung meiner Position auf der Terroristenliste mit diesem "Satzmonster des Tages":

Die ich-hab-nichts-zu-verbergen-Idioten mögen sich erinnern, wie 2010-2013 Finanzdienstleister auf Regierungsdruck Wikileaks die Konten gesperrt hatten, wenn sie nun sagen, Bargeldabschaffung würde sie nicht stören, denn ohne Bargeld müssten sie sich genau überlegen, ob sie ihre Kritik auf Facebook posten, weil sie nicht wissen, ob und wie lange der Staat die Konten sperren lässt, und es doch doof wäre, wegen der dann zufällig ausbleibenden Mietüberweisung die Bude gekündigt würde oder man tagelang um Essen betteln müsste, weil der Kühlschrank leer ist und man nichts Einkaufen kann.


09.02.2016

Je mehr Leute über den Trail laufen, umso schneller wird aus dem Trail ein breiter Weg. Wer einen (Ultra)Trail wie einen Stadmarathon mit vielen VP, Sanitätern, Duschen und tausenden Teilnehmern aufziehen will, der hat das Trailrunning nicht verstanden. Und wer da hingeht auch.
Wo zwischen VPs stundenlang selbstversorgend, eigenverantwortlich und keinen Müll hinterlassend gelaufen wird, zieht man nicht so leicht falsches Publikum an. Für trinkbecherwegwerfende Bestzeitenjäger und eine becheraufsammelnde Helferschar gibt es passendere Angebote.

(Als Reaktion auf trampelpfadlauf.de/10225-2/)


25.06.2015

Ein interessanter Artikel: Das sechste Massenaussterben ist im Gange

3 Bier und 1 Korrelation später:

Waren da nicht neulich so Politkasper mit dem Vorschlag, Kinderlosen mehr Steuern abzuknöpfen? Anstatt dankbar zu sein, daß ich zu häßlich bin, um Frauen für mich interessieren zu können, und sich unsere erdvernichtende Spezies sich damit nicht gänzlich ungebremst ausbreitet?
WTF??
Unter dem Eindruck dieses Vorschlags macht die Nummer mit der Homo-Ehe natürlich Sinn: erst die, letztlich ökologisch nicht ganz sinnlosen, fortpflanzungslosen Lebensgemeinschaften fördern, aber dann genau dafür abkassieren - typisch Politheinis eben.
btw:
Benehmen die sich ganz allgemein nicht langsam wie der Adel annodazumal? Und wie war das dann mit den Guillotinen Anno 1789? Kein Wunder daß die immer stärker auf einen Überwachungsstaat hinarbeiten - die kriegen wohl langsam Angst. Vermutlich zurecht - weil es eben nicht darum geht, was sich "die Politik" wünscht, sondern darum, was die Menschen brauchen!


24.04.2015 - "Läufer-Maut"

Klar, daß die Diskussion teilweise am Thema vorbei geht. Es geht um eine teilnehmerbezogene Gebühr, die bisher begründet wird mit dem über den Verband gewährleisteten Versicherungsschutz und die pauschale GEMA-Abgeltung für die Laufveranstalter, die ihr Event beim DLV anmelden. Interessanterweis findet sich in der DLV-Satzung nur eine solche Gebühr für Strassenläufe, nicht für reine Volksläufe, in Höhe von 12,5 Cent, die an den DLV gehen und 12,5 Cent, die an den Landesverband gehen. Der LVN hat überhaupt keine Gebührensatzung - wie sich die hierzulande üblichen 30 Cent ergeben, selbst bei reinen Volksläufen, ist mir unklar.

Diese Gebühr soll erhöht werden, das Geld zur Förderung des Laufsports verwendet werden. Klar, daß es bei vagen Floskeln bleibt, werden doch zur Begründung der Gebühr auch Leistungen angeführt, die stets separat in Rechnung gestellt werden, wie bspw. die Streckenvermessung - die bezahlt nur der, der seine Strecke auch vermessen lässt, wer die Vermessung nicht braucht, lässt's bleiben und zahlt nix.
Der Verband ist dazu da, die Interessen der Vereine zu vertreten. Wenn die Vereine mehrheitlich gegen die geplante Gebühr sind, darf der Verband sie nicht einführen. Tut er's trotzdem, verfehlt er sein Ziel.

M.E. hat der Verband hat längst den Kontakt zu großen Teilen der Laufszene verloren und sorgt seit Jahrzehnten durch konsequente Ignoranz dafür, daß sich weniger Läufer für Vereine begeistern.
Wie Wertvoll sind diese beiden "Leistungen", mit denen letztlich für die Vereinsmitgliedschaft geworbenwerden soll?
1) Die Bestenliste
Als Vereinsmitglied samt Startberechtigung wird man in diversen Bestenlisten geführt.
Hier habe ich schon in meiner lange zurückliegenden Zeit als Vereinsehrenamlter bemängelt, daß Ergebnisse aus den Monaten November/Dezember, teilweise gar aus dem Oktober, schlichtweg ignoriert werden. Warum man nicht in der Lage ist, das Jahresende abzuwarten (oder einen vom Kalenderjahr abweichenden 12-Monats-Intervall zu wählen), hat sich mir nie erschlossen. Offenbar lebt man im Verband immer noch in dem Glauben, daß alle Läufer nach dem althergebrachten Schema Winterserie-Frühjahrsformtest-Bahnsaison-Herbstmarathon-Regenerationsphase trainieren.
Daß eine immer größere Zahl Läufer sich längst davon gelöst haben, ihrem individuellen Jahresplan folgen und eben auch zur "Unzeit" ihre persönlichen Top-Leistungen erzielen, interessiert beim DLV immer noch niemanden. Dort zählen wohl nur die inzwischen spärlicheren leistungsorientierten Sportler, während die Vereine und Kreisverbände geradezu darum betteln, daß auch die lahmste Krücke seine Ergebnisse mitteilt, um überhaupt noch eine Liste zustandezubringen. Der Breitensportler, der meist die Basis aller Vereins- und Verbandstätigkeit bildet und als Helfer die Volksläufe überhaupt ermöglicht, wird einfach nicht vollständig gewürdigt.
2) Die Meisterschaften
Startberechtigte Vereinsmitglieder können Meistertitel auf verschiedenen Ebenen erzielen.
Früher war das noch ganz nett, aber seit langem schon besteht die Freude (zumindest) der (Kreis)Meisterschaft nicht mehr darin, während des Events vor Publikum geehrt zu werden - eine Woche später eine Urkunde aus dem Internet zu laden muß heute oft genügen.
Ohne angemessene öffentliche Würdigung kann eine Meisterschaft aber keine Werbung für die Vereinsmitgliedschaft machen.

Spätestens beim 2. Beispiel werden die Kreise jetzt entsetzt rufen "wir haben ja auch keinen Nachwuchs", womit sie recht haben. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz, denn wo es keine Anreize für eine Vereinsmitgliedschaft gibt, gewinnt man keine Mitglieder, die man als Ehrenamtler für Verein oder Verband gewinnen könnte.
Wenn der DLV tatsächlich meint, die höheren Gebüren wären ein durchlaufender Posten, der keine Auswirkungen hat, hat er keine Ahnung von der Laufszene. Schon längst ist die Höhe der Startgelder ein festes Kriterium bei der Auswahl des Laufevents.
Steigen die Startgelder, kann das dazu führen, daß vor allem die Familien nicht mehr so oft mit Kind und Kegel zum Volkslauf kommen (können). Und wenn der Laufnachwuchs keine Möglichkeit hat seine Trainingserfolge zu messen, kann er gleich auf das Training und die Vereinsmitgliedschaft verzichten.
Schluckt der Verein die Mehrkosten, bleibt von den Startgeldern weniger bis nichts mehr für die Mitfinanzierung der Vereinsarbeit übrig. Wenn ehrenamtliche Arbeit nichts mehr für den Verein einbringt darf man sich über den Mangel an Ehrenamtlern und Veranstaltungshelfern nicht wundern.

Insgesamt ein schlechter Impuls: erst den Anschluß verlieren, dann mehr Geld haben wollen ohne ein substanzielles Konzept vorzulegen.

Denn bei der versprochenen Transparenz habe ich meine Zweifel. Mein Versuch, einen Geschäftsbericht zu finden war nicht erfolgreich. Ob jemand fundiert Auskunft darüber geben kann, wie genau die Einnahmen aus den Volksläufen verwendet werden, oder geht das in einem großen Topf unter? Mich als Ottonormalläufer wird man nicht informieren, aber bekommen/nehmen die Vereine denn Einsicht in Planungen, Kostenbelege und Kalkulationen?
Wenn schon die bestehenden nahezu kostenlosen Werkzeuge zur Förderung des Laufsports brach liegen (s.o.), kann ich mir nicht vorstellen, was die mit mehr Geld Nennenswertes anstellen könnten.

Kein Veranstalter ist gezwungen, sein Event beim DLV anzumelden, er kann sich selbst um GEMA und Versicherung kümmern - da muß künftig dann eben jeder nachrechnen, was günstiger für ihn ist.
Wenn sich die Vereine so einig sind, wie es erscheint, könnte es sein, daß der DLV-Kalender demnächst ziemlich leer bleibt und die Leistungssportler unter den Aktiven kaum noch Meisterschaften und bestenlistenfähige Läufe vorfinden.
Möglicherweise geht der Schuß nach hinten los.


09.11.2014

25 Jahre "Mauerfall", "Wiedervereinigung" ... wundert mich nicht, daß man so neutrale Begriffe verwendet ...

Kanzler - Ossi
Präsident - Ossi
in Thüringen an der Macht - die SED samt Stasi-Schergen
Privatsphäre - systematisch ausspioniert

... sieht mir eher nach 25 Jahre Beitritt zur DDR aus ...

Ich sehe halt ein paar Ähnlichkeiten mit Elementen der DDR.
Die statistischen Tricks, die Arbeitslosenzahl gegen Null zu fahren, erinnern mich an die vielgelobte "Vollbeschäftigung" der DRR. Der würdelose, Privatsphäre absprechende, Umgang der Behörden mit Hartz IV-Empfängern erinnert mich eher an das Verhalten totalitärer Staaten gegenüber Regimekritikern. Wie soll ich mir das nichthandeln angesichts der Snowden-Enthüllungen erklären, die gezeigt haben, daß der feuchte Traum der Stasi wirklichkeit geworden ist?

Wäre jedenfalls ein prima Plot für einen Agententhriller:
statt Ideologiestreit einfach die Mauer öffnen, sich den maroden Laden vom Gegner sanieren lassen, derweil Herkunft und Geschichte der Partei mit Umbenennungen und Umgestaltungen verwässern und Wahlstimmen ködern, die anderen Parteien, die Parlamente und Behörden langsam infiltrieren und den Feind von innen subtil beeinflussen, wäre ein genialer Schachzug, wobei die BRD-Deppen in ihrer Siegesgewissheit und Machtgeilheit die Arbeit weitgehend selbst erledigen.


22.06.2014

Unfassbar: Regierung will Sonnenstrahlung zu ihrem Eigentum erklären und mit einer Steuer belasten
(sorry für die Clickbait-Headline)

Quelle: www.heise.de/tp/news/Foulspiel-in-der-Energiepolitik-2236254.html

Besteuerung des Eigenverbrauchs? Wie darf ich das denn verstehen?
Ich kleb' mir 'ne Solarzelle ans Fenster um die Schreibtischlampe zu versorgen und soll für diesen Strom Steuern zahlen?
Gibt's Bestandsschutz für meinen Solar-Taschenrechner, oder muß ich den anmelden und vom Energieberater denn Verbrauch ermitteln lassen?
Was ist mit im Ausland per Solarzellen aufgefüllten Akkus? Müssen diese Aufladungen beim Zoll angemeldet werden? Brauch' ich vom Hotel 'ne Bescheinigung, daß ich den Kameraakku am Netz geladen habe, um nachzuweisen, daß ich keinen unversteuerten Sonnenstrom ins Land schmuggle?
Muß ich demnächst jede Minute, die ich draussen in der Sonne verbringe versteuern? Wird die Verwendung von Sonnenchreme angerechnet? Inwiefern wird dabei der Grad der Bewölkung berücksichtigt?

Und Fracking?
So wenig intelligent und unausgereift mir diese Technik erscheint würde ich da lieber die Finger von lassen.


25.05.2014


13.05.2014

WTF?? des Tages

Daß selbst beim Dorf-Volkslauf bisweilen schon Vorkasse verlangt wird, finde ich schon unpraktisch, das Bezahlen per einmaliger Lastschrift ist mir unangenehm genug.

Was ich heute gesehen habe schlägt dem Faß den Boden aus: Da sollte ich neben IBAN un BIC auch noch eine Mandatsreferenz festlegen. Ergo: Einzugsermächtigung.

W!T!F!???!!!

Nur um einmal irgendwo auf'm Dorf 'nen ollen 10er mitzulaufen, sollen die Zugriff auf mein Konto kriegen?
Soll ich auch für solchen Pippifax Einzugsermächtigungen verwalten um den Überblick über meine Finanzen zu behalten?
Oder jedes Mal gleich nach dem Lauf umständlich widerrufen, um Ordnung zu wahren?

Nee, Leute, bei sowas pfeif ich auf das Event und laufe da, wo man sich noch unkompliziert und ohne unnötigen finanztechnisch-juristischen Plumpatsch anmelden kann.


14.03.2014

Ja - man kann Bußgeldbescheide per Post schicken.

Ja - das kann ein automatisierter Vorgang sein.

Aber - wenn eh die genauen persönlichen Daten des Beschuldigten zur Verfügung stehen, kann man die Automatik auch intelligent programmieren. Zivilisierte Menschen würden in den 2-3 Tagen vor dem Geburtstag des Betreffenden keinen Versand initiieren. Der Betroffene nahm's mit Humor, aber ich meine, so etwas genau am Geburtstag zuzustellen ist unangemessen und beleidigend.


27.02.2014

Von einer Sekunde auf die Andere gilt ab 13.6.2014 0:00:00 Uhr das neue Widerrufsrecht.

Gut daß ich keinen Online-Shop habe, denn selbst wenn ich den neuen Widerrufstext pünktlich auf den Server laden würde - 1) gehen die Uhren in den verschiedenen Rechnern nicht alle exakt gleich und 2) dauert es u.U. ein paar Minuten, bis der Server die neue Seite ausliefert. So muß ab 13.6.2014 0:00:01 mit Abmahnungen gerechnet werden - oder man macht den Laden sicherheitshalber eine Zeitlang dicht.

Aber auch so hatte ich meinen Spaß, schließlich muß ich aus dem alten Rückgaberechtstext in meinen Angeboten und Belegen einen neuen Widerrufstext machen.

Schön, daß das Justizministerium einen Mustertext auf seiner Website anbietet - schade, daß sich dort bislang nur die seit 2011 gültige Version befindet.

Schön, daß sich das Bundesgesetzblatt als direkteste Quelle anbietet - schade, daß es im "kostenlosen Bürgerzugang" eine Suchfunktion nur für Abonnenten, nicht aber für normale Steuerzahler gibt. Da hat man dann die Wahl: samtliche Inhaltsverzeichnisse durchgehen, oder in Jura-Blogs einen Artikel zum Thema zu finden, der das Datum der Verkündung erwähnt.

Schön, daß man sich den letztlich gefundenen Text dann herunterladen kann - schade, daß die vom dortigen System ausgelieferte Datei grundsätzlich den eher kryptischen Namen "media.xav" trägt, man erst beim Betrachten des Quelltextes den PDF-Header erkennt, und somit dann umbenannt werden kann, um sie öffnen zu können.

Als i-Tüpfelchen ist dann noch die Funktion der Textkopierens gesperrt, sodaß man den ganzen Kram mühsam abtippen muß - einerseits gut, weil eh situationsbedingte Anpassungen nötig sind, andererseit mit dem Risiko, wegen eines simplen Tippfahlers abgemahnt werden zu können.

#Neuland halt.

Nach einer unnnötig vertanen Arbeitsstunde sage ich:

Danke, Deutschland!

(Fun Fact: da demnächst auch ein Muster-Widerrufsformular mitgeliefert werden muß, daß der Kunde noch nicht einmal zwingend verwenden muß, komme ich mit einem A5-Papier für Beleg und Belehrung nicht mehr aus - dann müssen halt doppelt so viele Regenwälder abgeholzt werden)


19.12.2013

Mein Kommentar zur Umbenennung des Birkesdorfer Rurparks am 22.12.2013:

Düren - zerstörte Stadt

Wieder mal pflegt man das bleib-bloß-dieser-Ruine-fern-Image, indem ein elitäres Klübchen meint, einen der Ihren verewigen zu müssen, indem ein Park umbenannt wird.
Wo etwas Neues entsteht oder grundlegend verändert wird kann eine solche Widmung gerne erfolgen, aber die plumpe Umbenennung bestehender Orte schadet der Stadt. Ein Name steht auch für die Geschichte und die Identität eines Platzes und ist zu wertvoll, um wegen bloßer Eitelkeiten verwässert zu werden.
Besonders unpassend an diesem Fall ist, daß der zu ehrende seinen Spitznamen "Schöppe Jupp" durch Schaffung von Neuem erworben hat, zu seiner Ehrung nun aber einfach etwas Altes hergenommen wird.
Also:
Düren hat den Stadtpark.
Birkesdorf hat den Rurpark.


16.08.2013

Übrigens, Herr Pofalla,
viele Rentner hatten "schriftlich", sie würden keine Steuererklärungen mehr abgeben müssen.
Nachdem unsere Regierung auf die Idee kam, Renten zu besteuern, wollte man dann doch Erklärungen von diesen Leuten haben - die Ausrede war, daß der betreffende Hinweis in den Steuerbescheiden ja gar nicht Bestandteil desselben wäre.
Meinen Sie nicht, daß die NSA auch solche Tricks drauf hat, wenn sogar Ihnen sowas einfällt?

Daß deren "Schriftstück" nur als Klopapier taugt gibt Ihnen schriftlich
derVilvo

(Hintergrund s. netzpolitik.org)


08.08.2013

Glassball-Media berichtet:

Berlin, 23. September 2013

Der Zusammenhang zwischen dem Scheitern der CDU an der 5-Prozent-Hürde und den zahlreichen Unruhen des Wahltages wird immer deutlicher.
Berichte verschiedener Polizeidienstellen über die Tumulte vor den - Sonntags gemäß Ladenschlußgesetz geschlossenen - Filialen des OBI-Konzerns weisen darauf hin, daß die dem Corporate-Design der Fachmarktkette ähnelnde Wahlwerbung den Großteil der CDU-Wähler dazu verleitet hatte, statt der Wahllokale ihren örtlichen Baumarkt zur Stimmabgabe aufzusuchen.
Die Höhe der, bei den zu den Abendstunden hin immer gewalttätiger werdenden Versuchen, sich Zugang zu den vermeindlichen Wahlurnen zu verschaffen, entstandenen Schäden an Gebäudeteilen, Geschäftseinrichtungen und Waren kann bisher noch nicht abgeschätzt werden.
Juristisch umstritten ist, inwiefern die CDU für die Schäden haftbar ist, die durch die irreführende Wahlwerbungsgestaltung provoziert wurde. Diese unvorhergesehenen "Wahlwerbekosten" würden letztlich den Steuerzahler belasten.


05.07.2013

Ein Reim zur allgemeinen Situation der "Einkaufs"stadt Düren:

     Willst Du deine Ruhe haben
     betreib' in Düren einen Laden

09.06.2013


04.11.2011 - Decathlon

Wie mir scheint, wirkt sich die zukunftsweisende Entscheidung der Stadt für die Ansiedlung von Decathlon im Gewerbegebiet* schon vor dem ersten Spatenstich aus.
Obwohl es den "Experten" nach "kaum Sortimentsüberschneidungen" geben soll, schließt nun ein Sportmoden-Fachgeschäft im Schatten der Annakirche und sorgt bald für einen weiteren öden Anblick eines leeren Ladenlokals. Eine weitere derartige Änderung im Flair unserer Metropole, die die Gastronomen sicher entzücken wird.

Die meist in einstelligen Monaten zu bemessene Existenzdauer neuer Geschäfte, die zunehmenden Leerstände und die damit beginnende Verwahrlosung der Dürener Innenstadt, fällt halt nur dem auf, der regelmäßig mit offenen Augen durch die gesamte City geht, statt nur gelegentlich mit gesenktem Blick vom Rathaus zum Stadtcenter zu schlendern.

Wohnen im Wohngebiet, Arbeiten im Industriegebiet, Einkaufen im Gewerbegebiet - und die Innenstadt bleibt für die, die sich die erzwungene Mobilität nicht leisten können.
Aber es muß schon seine Richtigkeit haben, schließlich haben die Städteplaner ja studiert und schicke Diplome an der Wand hängen ...

* Entgegen des rund ein Jahr zuvor beschlossenen Einzelhandelskonzeptes stimmt die Stadt der von vielen Dürenern abgelehnten Ansiedlung von Decathlon zu.


12.10.2010 - Straßenverkehr in Düren

Zunächst Sport:

Aktuelles von den in diesem Monat laufenden Weltmeisterschaften im Falsch-durch-einbahnstraßen-fahren.
Nachdem sich auf der Weierstraße zwischen Victor-Gollancz-Straße und Wilhelmstraße in den bisherigen Tagen ein steter Strom von 3-4 Fahrzeugen eingestellt hatte, gab es heute mit 5 Fahrzeugen einen beachtlichen Rekord. Bei diesem unverkennbaren Potenzial darf man gespannt sein, zu welchen Höhenflügen man sich bis zum Finale am Monatsende noch aufschwingen kann.
Möglicherweise haben jedoch nicht gemeldete Teilnehmer das noch inoffizielle Ergebnis verfälscht, sofern bei den aktualisierten Navi-Karten diese kleine Information versehentlich nicht in den neuen Datensatz übernommen wurde. Bitte beachten Sie, daß für Amateure weiterhin die Beschilderung verbindlich ist.

Nun zum Thema des Abends:

Wenn ich mir den neuen Kreisel am Bauhaus ansehe, frage ich mich unvermittelt, was man heute rauchen muß, um ein Ingenieursdiplom zu erhalten. Das Ding noch viel steiler zu bauen als das nur minimal ansteigende Gelände ist schon kreativ, den hangwärts gelegenen Teil obendrein noch nach aussen abschüssig anzulegen ist eine kühne, visionäre Architektur.
Der Begriff "Auflieger" findet sich nicht ohne Grund im Vokabular des Fahrzeugbaus.

Aber ich bin unfair.

Schließlich habe ich nur einen popeligen Realschulabschluß (Nichtraucher) und bin schon 42.
Logik, Vernunft und gesunder Menschenverstand sind halt nicht mehr "in" und nur noch wehmütige Erinnerung an rückständige Zeiten.
Daher kann ich mir auch nicht erklären, warum die Stürtzstraße nach nur wenigen Jahren nochmals eine neue Fahrbahndecke erhält. Hoffentlich übersieht man nun nicht die Absenkung auf der Linksabbiegespur zur Rütger-von-Scheven-Straße (machen Pfütze, du wisse - Baumarkt gehe, Wasserwaage kaufe, isse billig).


19.07.2010 - Grundsteuer

Nachdem wir neulich noch lesen konnten, daß die Gebäude in Düren bis zu 30% ihres Wertes verloren hatten, reagiert die Stadt nun mit der ihr eigenen Logik.
Wenn sich eher Menschen der niedrigeren Einkommensklassen mit den alten Gemäuern der City zufrieden geben und die leerstehenden Ladenlokale sowieso nur noch als Kostenfaktor einen hohen Stellenwert haben, ist es natürlich angebracht, die Grundsteuer zu erhöhen, um den Altbaubestand für Bewohner und Investoren attraktiver zu machen.
Hier wird der Weg der typisch Dürener Wirtschaftförderung nach der kürzlichen Parkgebührerhöhung konsequent fortgeführt.
Da eine florierende Wirtschaft gute Rahmenbedingungen erfordert und nur langfristig Steuern aus Gewerbe und Beschäftigung einbringen würde, setzt man lieber auf vorübergehend sichere Erträge: abzocken bis die Innenstadt endgültig tot ist.


01.07.2010 - Parken in Düren

Ich trau meinen Augen nicht: höhere Parkgebüren, bis 20:00 Uhr, obendrein auch noch auf dem Annakirmesplatz und am Bahnhof???
Wenn auf dem gesamten Kirmesplatz Gebühren zu zahlen sind, kann man sich das Park-and-Ride-System gleich sparen und in der City einen Platz suchen. Der Hundesportverein kann sich bei einer derartigen Wertschätzung der Stadt auch gleich ein neues Domizil suchen - das Ehrenamt dankt.
Pendler dürfen sich überlegen, ihre Fahrt lieber gleich komplett im PKW zu bestreiten, statt die Bahn zu nutzen. Da werden sinnvolle Umweltschutzaspekte, die bislang hochgehalten wurden, also weggespart. Wenn denn überhaupt gespart wird, denn die 4 zusätzlichen Komtrolleure sind ja wohl keine 1-Euro-Jobber.
Vor der Umsetzung dieser Pläne kann ich nur warnen, denn sie schaden der Stadt als Einkaufszentrum. Wann begreift man endlich, daß man die Besucher in die Stadt lockt, damit sie Ihr Geld in den Geschäften ausgeben, und nicht um Gebühreneinnahmen zu erzielen? Kein Wunder, wenn immer mehr im Internet gekauft wird, denn die Versandkosten sind billiger als der Parkscheinautomat. Das Geld, das in der Parkuhr steckt, kann nicht mehr ausgegeben werden und ein Unternehmer, der nichts umsetzt, wird die Stadt verlassen. Damit leidet die Attraktivität, die Mieten sinken, die Bewohnerschaft wird immer mehr aus geringer Verdienenden bestehen, die sich nur noch Ramschläden leisten können, die in die Stadt strömen werden. Die City wird zum vergammelten Ghetto und das macht mir Angst, weil ich schon eine solche Innenstadt gesehen habe.
Das ist kein Horrosszenario, die ersten Anzeichen sind schon deutlich zu sehen: Leerstände, Billigläden, Straßenreinigung fast nur noch auf der Mietnebenkostenabrechnung und was es in guten Zeiten nie gegeben hat: freie Parkplätze direkt vor dem Laden.


06.06.2010 - Fußball-WM muß verschoben werden

Nachdem reihenweise Spieler ausfallen, kann es eigentlich nur eine Lösung geben: Verschiebung der WM! Zumindest wenn der Weltfußball derart erbärmlich ist, daß sich ganze Nationen an einzelnen Spielern definieren müssen.
Da wurde für teuer Steuergeld in jedem Dorf mit mindestens 250 Einwohnern ein modernes Kunstrasenspielfeld gebaut und dann bringt man nur Deppen hervor, die sich unmittelbar vor dem hochrangigsten Turnier ihre Knochen in Pillepalle-Spielen verrenken anstatt zu Tapern. Da kann der ungebildete Freiteitsportler nur den Kopf schütteln über soviel Unwissen. Aber die Wunderärzte werden es ja schon richten, die Folgekosten der Frührentner in Spe darf der Bürger mittragen.
Dieses WM-Geschwafel ist sowieso schon unerträglich, aber dieses vorweg-ausreden-schaffen-falls-man-in wirklichkeit-einfach-nur-schlecht-ist ist das Letzte. Tolle Vorbilder.


22.05.2010 - Dürener Biermarkt

Also, alles was ich bisher vom Biermarkt gesehen habe, waren Verhaftungen von besoffenen Krakeelern und Rettungswagen, die Besoffene und Verletzte abtransportierten. Passend dazu wurde rechtzeitig das Ambiente der Stadt angepasst indem der Putz von den Mauern der Pechschule abgeschlagen wurde (schön, daß repariert wird, aber mieses Timing).
Dieser Biermarkt hat offensichtlich das gewünschte Klientel der Koma- und Flatrate-Säufer angelockt, war mal wieder perfekt dazu geeignet das Image Dürens als schmutzige Stadt zu pflegen und rät erfolgreich vom Besuch der Innenstadt ab.
Prima gemacht, perfekte Wirtschaftsförderung.
So schaffen es mal wieder wenige Unverbesserliche, daß ich lieber zu Hause bleibe, als auf den Markt zu gehen. Ist mir einfach zu unsicher und ungewiss ...


22.10.2009 - Friedliebendes Verlagswesen

Interessanterweise werden im deutschen Verlagswesen ausschließlich ehemalige Zivildienstleistende eingestellt. Wenn eine Romanfigur zur Handfeuerwaffe greift, kann sie im nächsten Satz keine Pistole in der Hand halten - das wäre nämlich eine Faustfeuerwaffe. So führt Pazifismus dazu, daß große Teile der deutschsprachigen Literatur sachlich falsch ist ...


28.09.2009 - Tough Guy

'ne Sache, die ich nicht ganz kapiere:
Hierzulande rümpft man einerseits die Nase, wenn es beim Volkslauf mal einen etwas knubbeligen Feldweg gibt, andererseits rennen Tausende zu diesen Tough Guy Klonen. Ans Trailrunning wagt man sich nicht ran, aber an Betonröhren, Autoreifen und künstlichen Schlammlöchern verlustiert man sich.
Eine Erklärung, abgesehen von Abenteuerlust, die mir einfällt wäre Feigheit und mangelnde Geländetauglichkeit, sprich Untrainiertheit. Auf den peppig aufgemachten, mit deutscher Vollkasko-Gründlichkeit durchorganisierten Events mit ihren Retortenstrecken steht der Notarzt im Fall des (Un)Falles gleich um die Ecke. Wer sich bei z.B. einer der ungeschminkten Veranstaltungen auf Naturstrecken unserer westlichen Nachbarn die Knochen bricht, kann mitten im Gelände schonmal 'ne Stunde warten, bis ein Sani den Weg dahin findet.
Der Tough Guy hat natürlich einen gewissen Fun-Faktor (aber auch Trailrun macht Spaß), aber ich fürchte, das Publikum ist in weiten Teilen dem Laufen in unwegsamem Geläde nicht wirklich gewachsen.
Statt neben tausenden Fashion Victims im Stau zu stehen geselle ich mich da lieber zu Läufern die wissen was sie tun und das nötige dafür tun, daß sie die gewählte Herausforderung schadlos bewältigen können. 35 Km Vollgas über Wurzeln und Steine sind halt was anderes als 15 Km Wald und Feld mit Showeinlagen ...


20.09.2009 - Was die meisten Verkehrsteilnehmer offenbar nicht wissen:

Man setzt sich keineswegs des Verdachtes rechtsradikaler Gesinnung aus, wenn man auf den Autobahnen die rechte Spur befährt ...